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Willkommen in der Pfarre Langenhart

Neue Regeln für Gottesdienste

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Pfingsten 2020

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Wenn ich Sie fragen würde, was Sie unter ‚Geist‘ verstehen, wäre es sicher nicht ganz einfach, diese Frage zu beantworten. Leichter fällt uns schon eine Antwort, wenn wir von der Aktivität des Geistes sprechen. Wir können, zum Beispiel, leicht über Geistlosigkeit reden. Jeder weiß, was ein geistloser Witz ist. Das ist ein Witz, über den man nicht lachen kann. Jeder weiß, was eine geistlose Rede ist. Das ist eine Rede, bei der man einschläft. Jeder weiß, wer ein geistloser Mensch ist. Das ist jemand, der das Denken den Pferden überlässt, der blind seinen Trieben und Instinkten folgt. Kurz: Mit geistlos bezeichnen wir alle Situationen, in denen es langweilig, mechanisch, kalt, starr und stur zugeht. Wo aber der Geist auftaucht, da wird's lebendig, farbig, bunt, da horcht man auf und hört zu; da ist man gebannt und gespannt; da erkennt und erfährt man Neues. Wo Geist ist, da ist Leben!

Übertragen wir den gleichen Denkansatz auf unser Pfingstfest, so wird deutlich, warum das Kommen des Heiligen Geistes bitter notwendig war - und ist. Denn was wäre ohne den Heiligen Geist?:

Ohne den Heiligen Geist wäre der christliche Glaube nichts anderes als irgendeine religiöse Ideologie.

Ohne den Heiligen Geist wäre das Gebet nichts anderes als leere und seelenlose Wortemacherei.

Ohne den Heiligen Geist wäre die theologische Wissenschaft nichts anderes als ehrfurchtsloses Gerede.

Ohne den Heiligen Geist wäre die Kirche nichts anderes als eine verknöcherte Institution, ein religiöses Machtgebilde, dessen Funktion niemand mehr zu erkennen vermag.

Ohne den Heiligen Geist wären Papst, Bischöfe und Priester nichts anderes als routinierte religiöse Funktionäre, Manager in sonderbaren Gewändern.

Ohne den Heiligen Geist wäre aus dem gesamten Christentum buchstäblich „die Luft raus.“ "Geist und – Luft“ sind in der Bibel das gleiche Wort - und das will viel heißen!

Am Pfingsten ist der Heilige Geist auf die Apostel, auf die junge Kirche in Feuerzungen herabgekommen. Er hat die Kirche nie mehr verlassen, sondern wirkt bis auf den heutigen Tag sein Werk in ihr. Das kann man beweisen. Denn zweifellos gibt es in der Kirche Christen, die anstecken und begeistern. Zweifellos gibt es in der Kirche Gebete, die zünden und in Bewegung setzen. Zweifellos gibt es in der Kirche Theologen, die Altes überzeugend vermitteln und Neues erkennen. Zweifellos gibt es in der Kirche Geistliche, die etwas bewirken und bewegen.

Aber eben nicht überall. Wer wollte leugnen, dass es in der Kirche auch Geistlosigkeit gibt! Es gibt erstarrten Glauben, zum Gerede veräußerlichtes Gebet, verknöcherte Institutionen, ehrfurchtslose theologische Diskussion, geistlose Geistliche! Weil es das gibt, ist es durchaus notwendig, um das Kommen des Heiligen Geistes zu bitten, der in Kirche und Welt sein Werk wirkt auch im Schatten vom Corona. So lasst uns heute beten: „Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen und du wirst das Angesicht der Erde  und der Kirche erneuern.“


Von: Dr. Isaac

 

Gott des Lebens und der Liebe

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Vater bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast,

damit sie eins sind wie wir! Joh 17,11

 

Das heutige Evangelium ist eine Passage aus den Abschiedsreden Jesu. Wer sich auf lange Zeit oder gar für immer verabschiedet, sagt Wesentliches, möchte den Seinen Werte hinterlassen, ihnen Worte mitgeben, die ihnen helfen zu einem erfüllten Leben. So auch Jesus. Er hat mit seinem  Leben ein Beispiel uneingeschränkter Liebe zu ALLEN Menschen gegeben, nahm Freud und Leid auf sich. Jetzt will er das, was er bisher vorgelebt hat, noch einmal ins Wort bringen, sagen, was ihm wichtig ist.

  • Da ist vor allem sein tragender Grund: Seine Kraftquelle ist ohne Zweifel seine Beziehung zum Vater im Himmel. An ihn hat er sich immer wieder mit Bitte und Dank und Lobpreis gewendet, er verweilte ganze Nächte im Gebet. Seine Abschiedsrede ist ein inniges Gespräch mit dem Vater. Er erinnert seine Jünger und Jüngerinnen daran, dass der Vater ihn gesandt hat, ja, mehr noch, dass er ganz und gar eins ist mit dem Vater, mehr noch, dass er jetzt in die Herrlichkeit zurückgeht, die er vorher schon beim Vater hatte. Wer mich sieht, sieht den Vater; ich und der Vater sind eins, so hatte er ja oft betont.
  • Und dann die Verbundenheit mit seinen Jüngern und Jüngerinnen. Sie will er ganz in das Ein-Sein mit sich und dem Vater hineinnehmen. Mehrmals wiederholt er die Worte: du in mir- ich in dir – sie in uns. Wir Menschen sind also total hineingenommen in Gott! Mir nimmt das fast den Atem! Umarmt von Gott sind wir, von Gott, der universale Liebe ist! Ist das nicht eine wunderbare Verheißung? Gleichzeitig erinnert Jesus auch an seinen Herzenswunsch: Seid alle eins! Anders ausgedrückt: Liebet einander wie ich euch geliebt habe! Das einzige Gebot, das Jesus uns wirklich gegeben hat.

Der letzte Sonntag in der Osterzeit lässt uns aber auch nach vorne schauen, auf das Kommen des Hl. Geistes. Die Lesung aus der Apostelgeschichte lädt uns ein, uns wie die Jünger und Jüngerinnen darauf vorzubereiten, Wir sind in diesen 9 Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten eingeladen, unser Herz zu öffnen für den Beistand, den Jesus uns versprochen hat, in dem er als der auferstandene Christus, bis zum Ende der Welt bei uns bleiben wird. Die Jünger und Jüngerinnen tun sich in der Bitte um Gottes lebensspendenden Geist mit Maria, der Mutter Jesu, zu einer betenden Gemeinschaft zusammen.

Ich denke, gerade jetzt, nach den Entbehrungen der Corona-Zeit, spüren auch wir intensiver als je zuvor, wie wichtig Zusammensein, Beziehung und Begegnung sind. Selbst die modernsten Medien mit Sehen und Hören konnten die persönliche Begegnung mit Familienmitgliedern, Freunden ---, die körperliche Nähe mit Händedruck und Umarmung nicht ersetzen.

Ich versuche zusammenzufassen, was für Jesus wichtig ist: Beziehung, Begegnung. Seine intensive Beziehung zum Vater ist seine Kraftquelle. Gleichzeitig lebt er eine starke Beziehung zu Mitmensch und Natur, aber auch zu sich selbst, indem er unbeirrbar an seiner Identität als Verkünder der Liebe Gottes festhält. Es ihm gleichzutun ist seine herzliche Einladung an uns! Und er stattet uns dafür immer neu mit den Gaben seines Leben spendenden Geistes aus.

Sr. Huberta Rohrmoser,

Marienschwester in Klein Erla

 

Bild: Gertrud Deppe

https://menschkunst.de/suche/tagger.php?kunstbereich_id=44

 

 

Christi Himmelfahrt: 21.5.2020

Wir haben in Österreich das Glück, den heutigen Donnerstag als Feiertag begehen zu dürfen. Das ist eine gute Sache. Aber Feiertage sind dazu da, um zu feiern! Meine Frage: wissen die Leute überhaupt, was wir heute feiern?

Eigentlich geht es um einen Abschied. Christus geht endgültig fort! 40 Tage nach seiner Auferstehung, kehrt der Herr in den Himmels heim. Jesus wird vor den Blicken der Jünger verhüllt und entschwindet. Ja, man spürt richtig, wie verlassen und einsam die Apostel plötzlich dastehen.

Ein ähnliches Verlassensein habe ich als kleiner Bub einmal gespürt, wie mich meine Eltern im Seminar in Seitenstetten besucht haben. Damals durften wir ja nur 4 mal im Jahr nach Hause fahren.

Bis heute ist mir in Erinnerung geblieben, wie ich nach einem Besuch mit meinen Eltern zum Zug gegangen bin. Wie der Zug abgefahren ist, habe ich ihm lange nachgeschaut, bis er schließlich am Horizont verschwunden war. Dann bin ich armselig und verlassen alleine am Bahnhof dagestanden und Tränen sind geflossen.

Ich spüre solche Verlassenheit als Pfarrer sehr häufig bei den Menschen beim Begräbnis, wenn der Sarg in das Grab gesenkt wird oder das Auto mit dem Leichnam wegfährt.

Ich spüre solche Verlassenheitsgefühle heute auch oft in der Kirche. Bei manchen Ereignissen in der Kirche, wo die Verantwortlichen oft so hilflos agieren, bei der fortschreitenden Säkularisierung, beim Priestermangel. Vieles ließe sich hier aufzählen.

Ich weiß nicht, ob Sie mir zustimmen, aber ich denke, wir Christen stehen heute auch ein bißchen erstarrt da: erstarrt in Frustration, Selbstmitleid und Sentimentalität! Wie damals die Jünger: verlassen und perplex, ein Häuflein Elend. Damals musste sogar ein Engel die erstarrten Jünger ermahnen: „Was steht ihr da und starrt zum Himmel!“

Was machen wir gegen das Erstarren? Wenn wir auf die Jünger damals schauen, könnten wir etwas lernen. Die machen nämlich etwas sehr wichtiges: Gerade da, wo sie sich von Jesus verlassen fühlen, gehen sie einfach in den Abendmahlssaal zurück und beginnen zu beten. Mir fällt auf, dass die nicht viel lamentieren und nicht viel debattieren. Nein, die beten einfach!

Die Jünger damals beten. Sie beten mit Maria, mit den anderen Frauen, beten gemeinsam und intensiv. Wo Jesus abwesend scheint, da muss um seine Gegenwart gebetet werden! Denn er hat ja vor seinem Abschied versprochen: „Fürchtet euch nicht: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt!“

„Ich lasse euch nicht als Waisen verlassen zurück! Ich werde einen Beistand senden, der euch in die ganze Wahrheit einfuhren wird.“

Neun Tage betet damals diese Urkirche, es ist die erste Novene, das erste neuntägige Gebet. Sie können das leicht nachrechnen: Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten sind es 9 Tage.

Und was bewirkt dieses Gebet? Etwas Großartiges! Am Ende wird sich der Himmel öffnen: und zwar im Sturm und feuriger Begeisterung! Das ist Pfingsten. Das Fest des offenen Himmels, das Fest der Kraft des Geistes Gottes.

Liebe Schwestern und Brüder! Wenn wir auf Pfingsten schauen, verstehen, wir, warum Christus in den Himmel aufgefahren ist: Jesus ist in die Ewigkeit des Himmels heimgekehrt, um anders bei uns zu sein: Durch seinen Geist. Durch die Kraft dieses Geistes bleibt Christus in seiner Kirche. Schluss mit der innerkirchlichen Lamentiererei, Schluss mit den Frustrationen: Christus hat uns nicht wirklich verlassen, er wird seine Kirche nie verlassen!

Als kleiner Bub damals stand ich ziemlich verlassen am Bahnhof. Was habe ich gemacht? Ich ging in das Seminar zurück und tat das, was mich meine Mutter immer gelehrt hat, was wir jedesmal taten, wenn ich von zu Hause fortgefahren bin. Die ganze Familie, auch am Sonntag, wenn das Gasthaus voll war und die Leute warten mussten. Da gingen wir zur Marienstatue im Schlafzimmer der Eltern und haben dort gemeinsam gebetet. Und das war immer sehr beruhigend und tröstend.

Und genau das habe ich damals auch gemacht. Ich ging ins Seminar zurück in die Kapelle und ich habe dort vor der Marienstatue gebetet. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Aber irgendwie war dort die Verlassenheit vorbei. Ich glaube schon, dass mir das meine Eltern beigebracht haben und ich es dort gespürt habe: Wo gebetet wird, wird Gott spürbar und gegenwärtig. Wo gebetet wird, wird alles gut! Wer betet, ist nie allein!

Vielleicht sollten wir uns darauf auch in dieser Coronazeit wieder erinnern. Es hilft mindestens so gut wie das beste Desinfektionsmittel. I

Ich wünsche ihnen einen zuversichtlichen Christi Himmelfahrtstag!

Ihr Johann Zarl 
     Pfarrer i R.  

 

 

Impulsgedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A von Diakon Manuel (Joh 14,15-21)

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Wäre nicht
„Corona“, so würden an den kommenden Samstagen im Mai viele Hochzeiten stattfinden! In den letzten Wochen, habe ich mit vielen enttäuschten Brautpaaren telefoniert, versucht so manche Braut-Träne zu trocknen. Beim Sonntagsevangelium ist mir das Wort „Beistand“ sofort ins Auge und ins Herz gesprungen! Junge Brautpaare suchen sich Trauzeugen aus. Der Begriff „Beistand“ verschwindet oft zugunsten der Bezeichnung „Trauzeuge“. Mir gefällt das Wort „Beistand“! Und in meinen Hochzeitspredigten, spreche ich immer auch die Beistände des Brautpaares an. Sie haben eine hohe Aufgabe, sie stehen den Brautleuten bei, konkret im Moment der Spendung des Ehesakramentes, sie fungieren als unterschreibende Zeugen, aber damit ist ihr Auftrag noch nicht erfüllt! Meiner Überzeugung nach, haben Trauzeugen, Beistände die Aufgabe, „ihr“ Ehepaar auch in (die) Zukunft zu begleiten, mit Interesse, Zuwendung und Gebet! Jesus spricht in seinen „Abschiedsreden“ (vor seinem Tod, seiner Auferstehung und Himmelfahrt) von einem ganz besonderen Beistand, den Gott uns senden wird, wenn er nicht mehr leibhaft unter uns weilt! Mit diesem Beistand spielt Jesus auf den Heiligen Geist an. Der Hl. Geist, eine geheimnisvolle „Person“ innerhalb der Dreieinigkeit! Für mich ist der Geist Gottes, der Geist Jesu, der Verbinder, das „Verbindungsmittel“, kurz, er der Geist oder sie die „Geistin“ (hebräisch „ruach“) ist für mich LIEBE in der reinsten Form! Diese Liebe Gottes verbindet uns, mindestens auf zwei Weisen (- es mag noch mehrere geben!): Sie ermöglicht GEMEINSCHAFT und IST HEILSAM!

 

Zum Weiterdenken:

Wer ist mir Beistand? Wem stehe ich bei? Meldet euch wieder einmal bei euren „Beiständen“, den Trauzeugen, Tauf- und Firmpaten! In welchen Situationen meines Lebens habe ich den Beistand Gottes schon erlebt? Wer hat „ihn“ mir erfahrbar gemacht? 

 

Für unsere Kinder:

Schaut euch eure Tauffotos wieder einmal an. Vielleicht gibt es sogar einen Film von eurer Taufe? Zeichnet eurem Taufpaten, eurer Taufpatin eine Zeichnung von euch zwei. Sucht die Hochzeitsfotos eurer Eltern! Fragt sie, wer ihre Trauzeugen waren und warum sie sich gerade diese Personen ausgesucht haben?

 

Corona Gottesdienstregeln

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Bitte beachten: 

● Sie brauchen sich zur Feier der hl. Messe NICHT ANMELDEN

● Um einen Platz zu erhalten, kommen Sie auf jeden Fall rechtzeitig

vor Beginn der Hl. Messe. Das ist am Ende der Corona-Bestimmungen ja auch sinnvoll ;-)!

●Ordnerdienste (Willkommen Teams) werden Ihnen vor der Kirche und in der Kirche behilflich sein.

 

Maiandachten DAHOAM feiern

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Jesus, die Tür zum Leben

Jedes Jahr begeht die Kirche am 4. Ostersonntag den Weltgebetstag für geistliche Berufe. Diese Feier wurde 1964 vom Papst Paul VI. eingeführt. Wir alle tragen Verantwortung. Die Berufungen zum Christsein, Priestertum, Ordensleben oder andere Formen der Nachfolge Jesu kann man nicht einfach planen und organisieren. Sie fallen auch nicht einfach vom Himmel. Ja, selbst das Gebet um Berufungen, so wichtig und unverzichtbar es ist, reicht allein nicht immer aus. Heute wie damals vor 2000 Jahren ist es der Herr selbst, der Menschen ruft. Nur er kann die Herzen von Menschen berühren und ergreifen. Nur er selbst kann in das Leben von Menschen eintreten und zu einer Freundschaft einladen, die niemals endet und, die das Herz erfreut. Doch wo ist heute dieser rufende Gott? Die Tatsache ist, dass die Zahl derer, die geistliche Berufe aufnehmen wollen, sehr gering ist. Deshalb wird diese Frage immer aktueller. Wo können Menschen Gott heute erfahren, seine Nähe spüren und seine Stimme hören?

Wir wissen es. Gott lebt dort, wo Kirche gelebt wird. Wo Menschen in der gegenseitigen Liebe geschwisterlich miteinander leben, da wohnt Gott in ihrer Mitte, da ist der rufende Gott. Das bekannte Lied mit dem Jesuswort: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." ist fast zu einem Schlager geworden. Vielleicht geht uns dieses Lied zu leicht über die Lippen. Im Namen Jesu versammelt sein heißt: in seiner Liebe beisammen zu sein. Eine Liebe, die alle meint, sogar die Feinde; eine Liebe, die sich klein machen kann und dient; eine Liebe, die bedingungslos liebt; eine Liebe, die sich ganz in den anderen hinein versetzt und Freude und Schmerz mit ihm teilt. Wo Christen in dieser Liebe zusammenleben, wo diese Liebe gegenseitig wird, konkret gelebt wird, da ist Gott. Da wohnt Gott in ihrer Mitte.

Ich bin davon überzeugt, dass da, wo Christen so leben, wo wir in herzlicher Freundschaft ein Netz lebendiger, liebevoller Beziehungen verwirklichen, der rufende Gott anwesend ist. In einer Kirche und in einer Gemeinde, in der in vielen Gruppen und Gemeinschaften Familie erlebt wird, wo man diese Freude erfährt, dort spürt man die Gegenwart Jesu in ihrer Mitte.

In einem solchen Klima der Einheit sind Menschen fasziniert und werden dadurch angezogen. Dort spüren sie die Einladung zum Christsein. Dort wird die schönste und grundlegendste Berufung geweckt: Die Berufung zum Christsein. Dort geschehen dann auch besondere Berufungen: die zur christlichen Ehe und Familie, zum Priester und Ordensberuf, zum pastoralen Dienst und Berufungen jeglicher Art. Nehmen wir diesen Tag der geistlichen Berufe zum Anlass, uns neu über unsere eigene Berufung zum Christsein zu freuen. Beten wir, dass die Kirche alle Dienste und Berufungen hat, die sie heute braucht, um ein guter Lebensraum für uns Menschen zu sein.

Im heutigen Evangelium sagt Jesus, dass er die Tür ist, die sich immer wieder für alle öffnet und uns die Weide der Freiheit und des Lebens schenkt. Jesus öffnet uns die Tür des Glaubens, die zum Leben führt, weil er gesagt hat: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“. Er garantiert absolute Verlässlichkeit und Sicherheit für das Leben. 

Jesus ruft uns immer zu diesem Leben in Freiheit und Frieden. Die geistlichen Berufe sind ein Ruf Menschen dieses Leben in Freiheit und Frieden zu ermöglichen. Das ist ein Ruf, um Türen für anderen zu werden und zu öffnen. Wir Christen sollen auch von uns sagen: „Ich bin die Tür“, wie Jesus es sagt. Ich bin dafür da, andere zu schützen, ihnen Ängste zu nehmen und Geborgenheit zu schenken. Ein Christ ist niemals nur für sich selbst da. Wie Christus ist er immer da für die anderen. Der Ruf bedeutet für andere Menschen zu leben, wie Mutter Theresa von Kalkutta oder Maximilian Kolbe usw.

Leider müssen wir feststellen, dass es manchmal schwarze Schafe nicht nur unter den Schafen gaben, sondern auch unter den Hirten. Die Skandale der letzten Jahre haben das schwerwiegende Versagen und den besonders tiefen Vertrauensverlust gegenüber den Hirten offengelegt. Im Evangelium geht es nicht nur um den Hirten Jesus, sondern um die, die ihn repräsentieren, die in seiner Nachfolge seine Herde weiden. Als entscheidendes Kriterium wird genannt, dass der Hirt durch die Tür zu den Schafen geht und nicht sonst irgendwie einsteigt in den Stall. Die Tür selbst ist aber Jesus. Durch ihn und mit ihm und in ihm nimmt man legitim am Hirtendienst teil. Wir beten heute, dass alle, die Verantwortung in der Kirche tragen, nach dem Beispiel des guten Hirten Jesus leben und handeln.   

Zugleich haben wir heute auch Gelegenheit, denen zu danken, die in den Ordensgemeinschaften und in anderen Formen des Gott-geweihten Lebens auf so vielfältige Weise in der Nachfolge Jesu stehen. Dankend denken wir auch an die Frauen und Männer, die hauptamtlich und ehrenamtlich, liebevoll und aufopfernd, ihren Dienst in unseren Pfarren tun. Sie zeigen damit, dass wir alle diesen Ruf Jesu verwirklichen können.

Ich schließe meine Gedanken mit einem Gebet: Herr, du hast uns zum Dienst in Deiner Kirche berufen, um Zeugen Deines Wortes und Deiner Liebe zu sein. Gib uns Deinen Geist für die Begegnung mit Menschen. Mache uns fähig, miteinander zu helfen und zu lieben. Amen.


Dr. Isaac Padinjarekuttu

 

Absage Pfarrlager

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Liebe Kinder, Jugendliche und Eltern,

Leider müssen wir aufgrund der Maßnahmen gegen das Covid-19 Virus unser Pfarrlager für den Sommer 2020 absagen.

Ich bedanke mich recht herzlich bei unserem Pfarrlager Team für die bereits aufgewendete Zeit und Unterstützung.

Wir freuen uns bereits jetzt schon auf das Pfarrlager 2021, dieses könnt Ihr euch gleich von 15. - 20. August in den Kalendar eintragen.

Beste Grüße Reinhard

 

Es ist zum Davonlaufen!

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Diesen Spruch haben bestimmt viele von Ihnen schon öfter auf der Zunge oder im Herzen gehabt: Es ist doch wirklich zum Davonlaufen! Dass etwas nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle. Dass ich mich im Moment nicht wie sonst mit Menschen treffen darf, die mir wichtig sind. Dass ich meine Eltern oder Großeltern im Pflegeheim nicht besuchen darf, obwohl es uns beiden so gut täte. Dass Nähe nur irgendwie auf Distanz möglich ist. Dass mein Arbeitsplatz bedroht ist. Die Liste ließe sich in dieser Corona-Krise lange fortsetzen.

Es ist zum Davonlaufen! Das mögen auch die beiden Jünger gedacht haben, als sie sich am Ostertag auf den Weg gemacht haben. Bloß weg aus Jerusalem! Raus aus dem Ort der Katastrophe, nur irgendwie Abstand gewinnen, in der Hoffnung, dass sich im Gehen und im Reden manches klärt.

Ich kann mir richtig vorstellen, wie die beiden unterwegs sind. Wie mit Scheuklappen, ins Gespräch vertieft, mit schnellen Schritten, fast wie auf der Flucht.

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Unsere Erstkommunionkinder bitten um Ihr Gebet

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Wie jedes Jahr bitten auch heuer wieder unsere Erstkommunionkinder um ihr Gebet. Auf Grund der derzeitigen Situation können die Gebetsbitten nicht persönlich überbracht werden. Daher stehen sie hinten in der Kirche zum Mitnehmen bereit.

Neuer Termin für die Erstkommunion ist am 20. September 2020.


 

Impuls Gründonnerstag 2020

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Liebe Mitglaubende, Mithoffende und Mitvertrauende!

 

Gründonnerstag 2020 - Woran denken Sie, wenn Sie Gründonnerstag hören?

Fußwaschung, Einsetzung der Eucharistie, Ölberg oder ein Erlebnis, das Ihnen von diesem Tag in Erinnerung ist?

 







Darf ich Sie einladen mit mir jetzt hinzuschauen auf die Szene im Abendmahlsaal: 

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Priestersein - Kirchesein in der Post-Corona Welt

Von Dr. Isaac Padinjarekuttu 

Ich befinde mich in der dritten Woche der durch Coronapandemie erzwungenen Isolation von allen öffentlichen Aktivitäten, einschließlich meiner priesterlichen Tätigkeiten. Es gibt Fragen, die ich mir über mein Leben als Priester und die Rolle der Kirche inmitten dieser weltweiten Krise stelle. Es gibt Fragen, die Menschen über die Kirche und ihre Relevanz in diesen Zeiten und nach dieser Krise stellen. Die Kirchen sind für alle Gottesdienste geschlossen und die Priester sind offenbar fassungslos. Priester, denen bei einem Gottesdienst immer viele Menschen zur Verfügung standen, sind gezwungen, die Messe still und alleine zu feiern, wenn sie sich dazu entschließen sollten. Der hektische Aktivismus fehlt in ihrem Leben und es gibt Zeit, sich zu setzen und zu beten, was oft vernachlässigt wurde. Für viele Menschen ist es eine Zeit, zu den Erinnerungen an den früheren Glauben zurückzukehren, den sie einst gelernt und gelebt hatten, aber dann einfach aufgegeben haben, weil er nicht cool war. Einige Leute fragen: Wo ist die Kirche in dieser Krise? Sie meinen, die Bischöfe haben die Befreiung von der Sonntagspflicht gewährt und sind nur noch selten wahrnehmbar, was nicht die ganze Wahrheit ist. Einigen Kritikern der Kirche zufolge ist die Kirche mit ihren massiven Strukturen gescheitert, hat sich zurückgezogen und ist irrelevant geworden. Was bewegt wird, wird von Politikern und anderen Organisationen getan.

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Gott und Corona

Zwei Fragen, die sich selbst die religiösesten Menschen heutzutage stellen sind: Warum passiert das? Wo ist Gott in all dem? Dies sind im Wesentlichen die gleichen Fragen, die Menschen stellen, wenn ein Hurrikan Hunderte von Menschenleben auslöscht oder wenn ein Erdbeben ganze Städte in wenigen Sekunden platt macht und Tausende von Menschen tötet oder ein einzelnes Kind an Krebs stirbt. Es wird das "Problem des Leidens", "das Geheimnis des Bösen" oder die "Theodizee" genannt, und es ist eine Frage, mit der sich Heilige und Theologen seit Jahrtausenden auseinandergesetzt haben, aber ohne eine befriedigende Antwort. Die Frage des „natürlichen“ Leidens (an Krankheiten oder Naturkatastrophen) unterscheidet sich von der des „moralischen Übels“ (bei dem das Leiden aus den Handlungen des Einzelnen oder Gruppen resultiert – denken Sie an Hitler und Stalin). Abgesehen von theologischen Unterscheidungen beschäftigt die Frage jetzt Millionen von Gläubigen, die täglich konfrontiert sind mit der stetig steigenden Zahl der Todesopfer des Coronavirus, mit Geschichten von Ärzten, die gezwungen sind, auszuwählen zwischen Patienten, die eine Lebenschance haben, und solchen, bei denen das nicht mehr der Fall ist, und mit Fotos von Sargreihen. Warum?

Im Laufe der Jahrhunderte wurden viele Antworten über natürliches Leiden angeboten, die alle auf irgendeine Weise mangelhaft waren. Am häufigsten hört man, dass Leiden ein Test, eine Prüfung ist. Das Leiden prüft unseren Glauben und stärkt ihn: „Nehmt es voll Freude auf euch, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet! Ihr wisst dass die Prüfung eures Glaubens Geduld bewirkt", heißt es im Jakobusbrief im Neuen Testament. Eine solche Erklärung kann in kleinen Prüfungen hilfreich sein, aber sie scheitert an den schmerzhaftesten menschlichen Erfahrungen. Sendet Gott Krebs, um ein kleines Kind zu „testen“? Die Eltern des Kindes lernen vielleicht etwas über Ausdauer oder Glauben, aber dieser Ansatz kann Gott zu einem bösen Monster machen.

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Hilfsangebot der Caritas: Hotline und „Netzwerk der Aufmerksamkeit“

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Aktion „Klagemauer“ gestartet

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Jesus sagt:
  „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid…...“ (Mt 11,28)

Manchmal tut es einfach gut, zu klagen und zu trauern!

Die derzeitige Coronakrise bewirkt, dass wir uns viele Gedanken machen, uns Fragen stellen  über das „Warum?“ und „Wozu?“. Wir sind von Ängsten und Sorgen geplagt, vieles ist jetzt im Umbruch. Wie wird es weitergehen? Wann werden wir wieder unsere Familienangehörigen, Verwandte und Freunde besuchen können, wann aufatmen und „Auferstehung“ feiern können? Wir fühlen uns ohnmächtig.

In unserer Pfarrkirche findest du die Klagemauer aufgestellt. Schreibe  deine, Ängste, Befürchtungen, Sorgen und Klagen auf einen der Zettel und stecke ihn in die Mauer. Gott darfst du alles anvertrauen – auch Ärger, Zweifel  und Wut. Lege IHM alles hin, was dir gerade deinen inneren Frieden nimmt – im Vertrauen, dass ER dich hört und ernst nimmt.

Neben der Klagemauer findest du ein Körbchen mit Mut machenden Worten. Nimm dir ein Kärtchen ohne auszuwählen mit und lass dich überraschen! Gott hat für jeden und jede ein passendes Wort!

Gott segne und schütze dich und deine Familie!

 

Pfr. Mag. Herbert Reisinger, Maximilian und Marlies Weidenhiller

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