Die Welt leidet unter dem Corona-Virus.

In der Fastenzeit betrachte ich immer wieder den Kreuzweg des Herrn. Und da ist mir im Blick auf Christus am Kreuzweg bewusst geworden. Auch Christus litt unter der Corona (auf dt. Krone). Es war die Dornenkrone, die man ihm aufgesetzt hat.

Wir alle, der eine mehr, der andere weniger, spüren die spitzen Dornen der Corona.

Und da hören wir im Evangelium zum 5. Fastensonntag, wo es um die Auferweckung des Lazarus geht, Jesus sagen: „Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes!“

Und ehe er Lazarus auferweckt, sagt Jesus zu Marta: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“

Die Lazarusgeschichte ist eine kleine Ostergeschichte. Sie führt vom Tod zum Leben!

Ich bin mir sicher, dass auch die Corona-Krise zu einer österlichen Erfahrung werden kann, wenn wir aus dem Egoismus, Materialismus, Vordergründigen auferstehen zu den Werten, die unser Leben so kostbar machen. Möge Jesus uns ansprechen in diesen Tagen wie den Lazarus!

Bleiben sie gesund! Verlieren sie nie die Freude und die Hoffnung! Oder wie es ein Bischof formuliert hat: „Sage nicht deinem Gott, dass du Sorgen hast, sondern sage deinen Sorgen, dass du einen Gott hast.“

Das wünscht ihnen allen

Ihr Pfarrer in Ruhe
Johann Zarl

Aktualisiert ( Freitag, den 27. März 2020 um 09:39 Uhr )