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Wer war Johann Gruber? Und welche Bedeutung hat der Grieskirchner Priester,
Pädagoge, NS-Gegner und KZ Häftling noch heute?
 
Diese Fragen stößt das Theaterstück „Der Fall Gruber“ an, das der Linzer Autor
Thomas Baum geschrieben hat. Es wird am Sonntag, 28. Oktober 2018, um 18:00
Uhr in der Pfarrkirche Langenhart zu sehen sein.

Regie führt Franz Froschauer, der auch die Hauptrolle spielt

Karten:

KAT. 1: VVW EUR 18,- / AK EUR 22,-
KAT. 2: VVW EUR 16,- / AK EUR 20,-

Die Lebensgeschichte des Priesters und Reformpädagogen Johann Gruber, die immer in Konflikt mit der Obrigkeit stand und im KZ Gusen endete wird im Stück dargestellt.

Johann Gruber zählt zu den bedeutensten Widerstandskämpfern Österreichs. Er war
Priester der Diözese Linz und begnadeter Reformpädagoge. Als Direktor der Linzer
Blindenanstalt wurde er am 10. Mai 1938 wegen seiner Ablehnung des
Nationalsozialismus und eines angeblichen Sittlichkeitsdeliktes von der Gestapo
verhaftet.
1939 wurde er verurteilt, kam ins Konzentrationslager Dachau und wurde 1940 ins
KZ Gusen überstellt. Als eine von ihm organisierte Hilfsaktion aufgeflogen war,
wurde er dort am Karfreitag, den 7. April 1944, vom Lagerkommandanten nach
tagelanger Folter grausam ermordet.
Johann Gruber war eine herausragende Persönlichkeit, die von den Überlebendenals
„Engel in der Hölle von Gusen“ verehrt wird und nach Schilderungen der Häftlinge
vielen Menschen im KZ Gusen das Leben rettete. In der Nachkriegszeit geriet Gruber
weitgehend in Vergessenheit.
 
Erst im Jänner 2016 wurde er im juristischen Sinne vollständig rehabilitiert.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 10. Oktober 2018 um 08:34 Uhr )